Fructoseintoleranz:

Die Fruchtzuckerunverträglichkeit

Obwohl immer mehr Menschen von Fructoseintoleranz betroffen sind, ist diese Lebensmittelunverträglichkeit noch weitgehend unbekannt, so dass Betroffene oftmals erst beim Gastroenterologen eine sichere Diagnose erhalten. Ist das Problem erkannt, empfiehlt es sich, eine Beratung bei einem Ernährungsberater in Anspruch zu nehmen. Hier bekommen Sie fundierte Informationen und individuelle Ernährungsempfehlungen, die sich je nach diagnostizierter Fructoseunverträglichkeit, nämlich der angeborenen, hereditären (vererbten) Fructoseintoleranz und der erworbenen, intestinalen Fructoseintoleranz, die auch Fructose-Malabsorption genannt wird, durchaus unterscheiden.

Wir möchten von unserer Seite daher an dieser Stelle nur einige Hinweise und Informationen liefern, die allgemeine Gültigkeit haben:

Was ist Fructose?

Fructose ist ein Einfachzucker, der heutzutage in nahezu allen industriell gefertigten Produkten und in immer größerem Maße eingesetzt wird. Auch in Obst ist er in seiner natürlichen Form vorzufinden.

Wer nun an Diät- und Light- Produkte als Alternative denkt, befindet sich schon auf dem richtigen Weg, doch sollte man auch hier achtsam sein, da einige Süßstoffe wie z.B. Sorbit oder Xylith für Fructoseintolerante ebenfalls unverträglich sind.

Zur besseren Übersicht haben wir hier die gebräuchlichsten Süßungsmittel und ihre Verträglichkeit bei Fructoseintoleranz aufgeführt.


Einfachzucker

Traubenzucker, Glukose oder Dextrose genannt, ist der Einfachzucker, der vom menschlichen Verdauungssystem einfach verstoffwechselt werden kann. Daher ist dieser Zucker auch für Menschen mit Fructoseintoleranz geeignet.

Malzzucker, Maltose  genannt, ist eine Einfachzucker, der aus Stärke gebildet wird. Auch dieser Zucker ist bei Fructoseintoleranz geeignet.

Milchzucker, Laktose genannt, ist zwar ein Zweifachzucker, bestehend aus Glukose und Galaktose, jedoch ebenso  gut bei Fructoseintoleranz geeignet wie Trauben- und Malzzucker.  Bei Unverträglichkeit von Laktose ist dieser Zucker jedoch zu vermeiden.

Fruchtzucker, Fructose, ist der Einfachzucker, der vom menschlichen Verdauungssystem nur korrekt verwertet wird, wenn eine ausreichende Menge an GLUT5-Proteinen im Darm verfügbar ist. Bei Menschen mit Fructoseunverrträglichkeit ist dies in der Regel nicht der Fall, weswegen Fructose zu Verdauungsproblemen führt.

 

Mehrfachzucker ohne Fructose

Glukosesirup, wird aus der Stärke von Reis oder Getreide gewonnen und besteht, je nach Hersteller zu unterschiedlichen Teilen aus Glukose und Maltose. Oft werden neben den Einfachzuckern auch allgemein Oligo- und Polysaccaride genannt, die sich erst beim Verdauungsvorgang in Einfachzucker aufspalten (jedoch nicht in Fructose). Gut für Menschen mit Fructoseintoleranz geeignet.

Dinkelsirup, wird aus der Stärke von Dinkel hergestellt und besteht zum größten Teil aus Glukose und  einem kleineren Anteilen Maltose. Ebenfalls eine gute Alternative bei Fructoseintoleranz.

 

Mehrfachzucker mit Fructose

Haushaltszucker, auch Kristallzucker genannt ist ein Mehrfachzucker (Saccharose) wird aus Zuckerrüben, Zuckerrohr oder Zuckerpalme hergestellt und besteht zu je 50% aus Fructose und Glukose. 
  
Honig  ist ebenfalls ein Mehrfachzucker, der neben gleichen Anteilen an Fructose  und Glukose noch bis zu 14% Maltose enthält.

Kokosblütenzucker, ebenfalls ein Mehrfachzucker, ist im Gegensatz zum Haushaltszucker nicht raffiniert, enthält jedoch ähnliche Anteile an Fructose und Glukose wie Kristallzucker.

Agavendicksaft besteht als Mehrfachzucker aus einem höheren Anteil Fructose und einem Anteil Glukose..

Ahornsirup ist der Saft des kanadischen Zuckerahorns, enthält vorwiegend Glukose jedoch auch einen Anteil an Fructose, den Fructoseintolerante schlecht vertragen.

 

Die Zuckerersatzstoffe

Saccharin ist der älteste und bekannteste Süßstoff und wird in einem chemischen Prozess gewonnen.  In der Regel ist der Süßstoff für Menschen mit Fructoseintoleranz gut verträglich.

Aspartam, ebenfalls synthetisch hergestellt, ist bei Fructoseintoleranz in der Regel unbedenklich.

Sorbit und Xylit sind dagegen weniger gut geeignet, da sie die gleichen Symptome befördern wie Fructose.

Stevia wird aus einer südamerikanischen Krautpflanze gewonnen und ist bei Fructoseintoleranz gut verträglich.

 

Die Auflistung  soll einen groben Überblick über die Süßungsmöglichkeiten geben und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

https://karenzzeit.blog/

https://www.nahrungsmittel-intoleranz.com/de/fruktoseintoleranz-informationen/fruktosegehalte-tabelle-alphabetisch.html

https://www.alles-essen.de/lebensmittelunvertraeglichkeit/ fruktosemalabsorption/lebensmittelliste.html